Werkstattbericht EU Kids Online – Chancen & Risiken im Internet

by at 21 April 2012

Ingrid Paus-Hasebrink, Fabian Prochazka, Philip Sinner, Andrea Dürager //

 

PDF neuDas Projekt EU Kids Online untersucht seit 2006 international vergleichend, wie Kinder und Jugendliche mit dem Internet umgehen, welche Chancen/Risiken sich dadurch für sie ergeben.

Österreich ist unter der Leitung von Ingrid Paus-Hasebrink von der Universität Salzburg im Netzwerk vertreten. In den ersten beiden Projektphasen (2006-2009 und 2009-2011) wurde der Forschungsstand in den beteiligten europäischen Ländern erfasst sowie eine repräsentative Befragung in 25 Ländern (n=25.142) zur Internetnutzung von neun- bis 16-Jährigen durchgeführt. In der dritten Projektphase (2011-2014) stehen die detaillierte Auswertung des Datensatzes, die Erweiterung der Datenbank zum Forschungsstand sowie die Durchführung von vergleichenden qualitativen Studien zur Risiko- und Chancenwahrnehmung durch Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt. Ein besonderer Fokus des Projekts liegt auf der Bereitstellung von Handlungsempfehlungen für relevante Stakeholder, um eine verlässliche empirische Basis für strategische Entscheidungen im Jugendschutz zu bieten, aber auch um konkrete Hilfestellungen für Eltern und Erzieherinnen und Erziehern zu leisten.

 

1. Zum Projekt

Bei EU Kids Online handelt es sich um ein europäisches Forschungsprojekt, das durch das Safer Internet plus Programme der Europäischen Kommission gefördert wird; es untersucht seit 2006 den Umgang von Kindern und Jugendlichen mit dem Internet. Im Zentrum steht die Frage, welche Chancen und Risiken damit für junge Menschen verbunden sind und wie Kinder und Jugendliche, aber auch ihre Eltern, diese wahrnehmen und wie sie mit ihnen umgehen.

Ziel von EU Kids Online I, II und nunmehr III ist es, einschlägige Forschung dazu in europäischen Ländern zu sammeln und zu analysieren sowie Forschungslücken aufzuzeigen und auf Basis eigener vergleichender Studien Handlungsempfehlungen für die verschiedenen Stakeholder (1) zu formulieren.

Das Gesamtprojekt wird von Sonia Livingstone und Leslie Haddon von der London School of Economics and Political Science (LSE) koordiniert. Österreich ist von Beginn an unter Leitung von Ingrid Paus-Hasebrink von der Universität Salzburg im Netzwerk vertreten. Das aktuelle österreichische Team besteht aus Ingrid Paus-Hasebrink, Philip Sinner, Fabian Prochazka und Andrea Dürager.

Alle Berichte des Netzwerkes können auf der Seite www.eukidsonline.net kostenlos als PDF-Dokument heruntergeladen werden. Auch der im Rahmen von EU Kids Online II erhobene Datensatz zur Risikowahrnehmung von Kindern (9- bis 16 Jahren) und ihrer Eltern in 25 Ländern Europas steht der Öffentlichkeit zur Verfügung und kann im UK Data Archive (2011) heruntergeladen werden. Der folgende Beitrag gibt einen kurzen Überblick zu den drei Projektphasen von EU Kids Online I (2006-2009), II (2009-2011) und III (2011-2014). Anschließend werden aktuelle Empfehlungen des Forschungsnetzwerks vorgestellt.

 

2. EU Kids Online I (2006-2009)

Im Rahmen der dreijährigen Projektphase von EU Kids Online I wurde der aktuelle Forschungsstand in den 21 beteiligten Ländern (2) erfasst. Insgesamt konnten über 400 Studien zu unterschiedlichen Aspekten der Internetnutzung durch Kinder und Jugendliche recherchiert, analysiert und in Bezug aufeinander neu ausgewertet werden. Mit besonderem Augenmerk auf die Analyse und Klassifizierung von Online-Chancen und -Risiken wurden sowohl Variablen wie das Alter der jungen Nutzerinnen und Nutzer, ihr Geschlecht, ihre soziale Herkunft und auch ihr Herkunftsland zur Analyse herangezogen als auch länderspezifische Unterschiede und Gemeinsamkeiten identifiziert und durch Drittvariablen wie das Schulsystem erklärt. Eine in diesem Zusammenhang angelegte Online-Datenbank aller analysierten Studien (EU Kids Online 2010a) ist für alle Interessierten öffentlich zugänglich. Abschließend wurden Empfehlungen insbesondere für Politik und Wissenschaft formuliert, wie mit Internetrisiken umzugehen ist und welche Themen einer vertiefenden Forschung bedürfen.

Alle Ergebnisse von EU Kids Online I können im Final Report (Livingstone/Haddon 2009a) nachgelesen werden, es steht auch eine deutschsprachige Zusammenfassung zur Verfügung (Livingstone/Haddon 2009b). Ein umfassender Bericht mit einem besonderen Fokus auf die Situation in Österreich und die Positionierung in Europa liegt ebenfalls vor (Paus-Hasebrink/Ortner 2008). Zusammenfassungen zur Projektumsetzung und zu den Ergebnissen finden sich auch bei Paus-Hasebrink/Rathmoser (2007) und Paus-Hasebrink/Dürager (2009).

 

3. EU Kids Online II (2009-2011)

An EU Kids Online II waren 25 (3) europäische Staaten beteiligt, darüber hinaus arbeitete das Netzwerk eng mit Partnern aus Australien, Brasilien, Russland und den USA zusammen (vgl. Livingstone/Haddon/Görzig/Ólafsson 2010a: 10f.). Aufbauend auf den Erfahrungen und Ergebnissen der ersten Projektphase stand bei EU Kids Online II eine repräsentative Fragebogenerhebung im Mittelpunkt des Projekts.

Im Frühjahr und Sommer 2010 wurden 25.142 Kinder und Jugendliche zwischen neun und 16 Jahren sowie jeweils ein Elternteil zu Hause persönlich mit Hilfe eines Fragebogens zum Erleben von Online-Risiken sowie dem Umgang mit potentiellen Gefahren interviewt. Befragt wurden nur Kinder und Jugendliche, die das Internet nutzen. In allen Ländern betrug die Stichprobe ca. 1000 Befragte. Um Verzerrungen im Datensatz zu vermeiden, wurden die Stichproben entsprechend der Einwohnerzahlen der Länder gewichtet. Neben soziodemographischen und sozialpsychologischen Daten wurden auch Fragen zur allgemeinen Internetnutzung, zu Online-Chancen sowie zur Mediation durch Eltern, Lehrer und Peers gestellt. Die besonders sensiblen Fragen zu Online-Risiken und Gefahren wurden mittels eines Selbstausfüller-Fragebogens erhoben (vgl. auch Livingstone/Haddon/Görzig/Ólafsson 2010a: 46f.). Auf diese Weise konnte eine bisher in Europa einmalige Datenbasis geschaffen werden, die einen direkten Vergleich zwischen den Ländern ermöglicht.

19 Reports geben Auskunft über zentrale Projektergebnisse von EU Kids Online II; zur Konzeptionierung, Durchführung, Auswertung und Publikation von Forschung mit Kindern und Jugendlichen wurde zudem ein Best Practice Research Guide (EU Kids Online 2010b) erstellt. Alle bisherigen Ergebnisse der Untersuchung sind in den Full Findings und im Final Report zu EU Kids Online II (Livingstone/Haddon/Görzig/Ólafsson 2011a und 2011b) dokumentiert. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse sowie eine Auswertung der Daten zu Österreich und deren Einordnung lässt sich bei Paus-Hasebrink/Dürager (2011) nachlesen.

Auf Basis der europaweiten vergleichenden Fragebogenerhebung hat das Netzwerk folgende 20 Empfehlungen veröffentlicht (4):

 

  1. Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf Schutz und Online-Sicherheit, aber sie müssen gleichsam auch selbst Verantwortung für ihre Sicherheit übernehmen und die Rechte anderer im Internet respektieren.
  2. Es ist wichtig, dass die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger auch weiterhin auf die vielen Chancen hinweisen, die sich für Kinder und Jugendliche durch die Nutzung des Internets ergeben.
  3. Europäische Kinder gehen deutlich früher online als noch vor einiger Zeit, der Sicherheit dieser jungen Userinnen und User muss die besondere Aufmerksamkeit aller Beteiligten gelten.
  4. Sicherheitswarnungen müssen auch für Mobiltelefone und Smartphones bereitgestellt werden.
  5. Auch Kinder und Jugendliche mit schlechteren lebensweltlichen Hintergründen haben das Recht auf Medienkompetenzförderung, sie sollten in besonderer Weise durch Bildungs- und Erziehungsmaßnahmen gefördert werden.
  6. Eine vorrangige Aufgabe besteht in der Förderung und Kommunikation von Positiv-Listen mit Online-Inhalten für Kinder und Jugendliche.
  7. Medienkompetenz und Kenntnisse um Online-Sicherheit sind notwendig, um selbstbewusst und verantwortungsvoll mit Risiken umgehen zu können.
  8. Die Betreiber von Social Network-Sites müssen gewährleisten und garantieren, dass die Profile junger Nutzer und Nutzerinnen durch Standardeinstellungen automatisch bestmöglich geschützt sind.
  9. Bewusstseinsbildung in Bezug auf Online-Risiken sollte ausgewogen und verhältnismäßig sein und speziell an diejenigen Kinder gerichtet sein, die besonders stark gefährdet sind.
  10. Das Problembewusstsein der Eltern für Online-Risiken und Online-Sicherheit muss verbessert werden.
  11. Die Reaktion auf die Konfrontation junger Menschen mit sexuellen Inhalten im Internet sollte ausgewogen stattfinden und sich gezielt an diejenigen richten, die durch einen solchen Kontakt am stärksten bzw. am ehesten verstört und verletzt werden können.
  12. Auf Erfahrungen mit Bullying, sowohl online als auch offline, muss sensibel und verständnisvoll reagiert werden.
  13. Das Bewusstsein der Eltern für die Tatsache, dass sich ihre Kinder mit Personen treffen, die sie im Internet kennengelernt haben, muss ebenso erhöht werden wie das Bewusstsein um die damit verbundenen Risiken.
  14. Die Entscheidungsträger müssen aufmerksam sein und schnell auf neue Risiken reagieren, die sich für Kinder und Jugendliche ergeben können. Ein besonderes Augenmerk muss dabei den Risiken gelten, die sich aus Peer-to-Peer Kontakten ergeben können.
  15. Im Rahmen der Bewusstseinsbildung für Online-Risiken sollten effektive Sicherheitswarnungen und einfühlsame Unterstützung ebenso betont werden wie der Austausch mit anderen Eltern, Freunden und Lehrern sowie der bewusste und zielgerichtete Einsatz von Online-Werkzeugen zur Förderung der Sicherheit im Internet.
  16. Eltern sollten konkrete Vorschläge unterbreitet werden, wie sie Konflikte schlichten bzw. Sicherheit im Internet fördern können; insbesondere das Verständnis und die Wachsamkeit von Eltern für Online-Sicherheit und Online-Risiken müssen verbessert und verstärkt werden.
  17. Bei der Weiterentwicklung von Kontroll- und Überwachungssoftware für Eltern sollte von ihren Bedürfnisse und Interessen sowie ihren Kenntnisse ausgegangen werden, um die Akzeptanz der Programme zu erhöhen sowie um diese stetig zu verbessern.
  18. Die Wissensvermittlung durch Lehrerinnen und Lehrer bewegt sich auf einem hohen Niveau, aber sie könnte noch weitreichender sein, da eine große (nicht zu vernachlässigende) Minderheit bisher nicht erreicht wird. Da im Rahmen des Schulbesuchs die Möglichkeit besteht, alle Kinder zu erreichen, müssen hier die größtmöglichen Anstrengungen unternommen werden, um auch die Menschen, die durch außerschulische Maßnahmen nur schwer erreicht werden können, mit ins Boot zu holen.
  19. Auch die Industrie sollte Eigeninitiative zeigen, um das Bewusstsein für Internet-Sicherheit zu fördern und Programme zur Sicherheitserziehung anbieten und darauf ausdrücklich hinweisen.
  20. Länderübergreifende Empfehlungen: Eine länderweite bessere Versorgung mit Breitband-Internetanschlüssen führt keinesfalls per se zur einer Verbesserung der Internetchancen von Kindern, es kommt eher zu einer Erhöhung der Online-Risiken. Vielmehr bedarf es entsprechender Fördermaßnahmen durch die Schule. Dieser Aspekt ist mit den Entscheidungsträgern auch ausführlich diskutiert worden. In Ländern, die der Online-Erziehung im Unterricht einen größeren Stellenwert einräumen und in denen einen größere Zahl an Computern in den Klassenzimmern vorhanden ist, sind die Fähigkeiten und Fertigkeiten in Bezug auf den Umgang mit digitalen Medien höher. Daraus lässt sich ableiten, dass Erziehung und Unterricht eine positive Auswirkung auf die Förderung digitaler Kenntnisse, von Medienkompetenz und auf die Mitarbeit in der Schule haben und deshalb in allen Ländern gefördert werden sollen.

Wie in allen anderen Bereichen des Lebens, etwa im Straßenverkehr, in Peer-Beziehungen oder auch in der Schule, werden Kinder und Jugendliche auch im Internet mit Risiken konfrontiert. Ein zentrales Ergebnis der zweiten Projektphase und gleichzeitig eine wichtige Empfehlung im Diskurs um Online-Risiken ist der Hinweis darauf, dass Risiken auch im Internet differenzierter betrachtet werden müssen und keinesfalls per se als schlecht zu bewerten sind; denn auch diese Risiken können mit Chancen verbunden sein. Zwar geht ein Kind, das eine Online-Bekanntschaft offline trifft, potenziell ein Risiko ein, es könnte aus dieser Begegnung aber auch eine Freundschaft fürs Leben erwachsen. Entscheidender als die bloße Warnung und das Vermeiden von Risiken ist es, Kinder und Jugendliche mit adäquaten Maßnahmen beim Aufbau von Kompetenzen im Umgang mit Risiken zu unterstützen. Eine Basisvoraussetzung dafür ist, Kinder bei der Entwicklung ihres Selbstbewusstseins und ihres Wertgefühls zu stärken: Starke Kinder sind besser als andere in der Lage, mit Risiken umzugehen!

 

4. EU Kids Online III – ein neues Projekt (2011-2014)

Das EU Kids Online-Projekt startete im November 2011 in seine dritte Phase. Ziel ist es, detailliert zu untersuchen, wie Kinder und Jugendliche die verschiedenen konvergenten, digitalen Medien- und Kommunikationskanäle nutzen. Im Rahmen von EU Kids Online III bilden 33 (5) Länder das Netzwerk, darunter nunmehr alle 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Australien, Brasilien, Russland und den Vereinigten Staaten von Amerika wird auch im Rahmen von EU Kids Online III fortgesetzt.

Die dritte Phase des Projekts konzentriert sich darauf, stärker als bisher die mit technologischen und sozialen Wandlungsprozessen einhergehenden Veränderungen im Alltag der jungen Menschen zu berücksichtigen, um gezielt weitere Handlungsempfehlungen für Eltern, Schulen, Initiativen, Kinder und Industrie bereitstellen zu können. Zentral ist dabei ein aktiver, lebendiger Dialog mit den Stakeholdern im Bereich der Online-Sicherheit von Kindern und Jugendlichen. Neben der Dissemination der Forschungsergebnisse stehen die folgenden drei Aufgaben im Mittelpunkt des aktuellen Projekts:

a) Datenbasis zur Onlinenutzung von Kindern und Jugendlichen
Das Netzwerk wird erneut die gesamte verfügbare Forschung zur Onlinenutzung von Kindern und Jugendlichen in allen 33 teilnehmenden Staaten identifizieren und analysieren, um die bereits bestehende EU Kids Online Datenbank (EU Kids Online 2010a) zu aktualisieren und zu erweitern. Ziel ist es, sowohl die Stärken als auch die Defizite in der aktuellen Forschung herauszuarbeiten, um den Forschungsstand zu dokumentieren und auf bestehenden Forschungsbedarf hinzuweisen.

b) Testen von Hypothesen und vergleichende Forschung
Durch die Auswertung des umfangreichen, im Rahmen von EU Kids Online II erstellten, quantitativen Datensatzes konnten bereits zahlreiche Ergebnisse und Empfehlungen für die Stakeholder herausgearbeitet werden, die im Final Report und in den Full Findings zu EU Kids Online II (vgl. Livingstone/Haddon/Görzig/Ólafsson 2011a und 2011b) zusammengefasst sind. Das Netzwerk wird auch im Rahmen von EU Kids Online III die Arbeit mit diesen Daten fortsetzen, um  Antworten auf weitere Fragen geben zu können, die sich sowohl aus der fortschreitenden Forschung als auch aus dem politischen und gesellschaftlichen Diskurs ergeben. Die Ergebnisse werden auch in Zukunft in einzelnen thematischen Forschungsberichten publiziert und der Öffentlichkeit sowohl in gedruckter Form als auch online auf http://www.eukidsonline.net zur Verfügung stehen.

c) Was verstehen Kinder unter Risiken und Chancen?
Bereits in der Repräsentativerhebung, die im Rahmen von EU Kids Online II durchgeführt wurde, standen neben Online-Chancen insbesondere Online-Risiken im Mittelpunkt. In der dritten Projektphase wird nun besonders auf die Wahrnehmung von Online-Risiken und -Möglichkeiten mit Hilfe qualitativer Methoden eingegangen. Dazu wird das Netzwerk in ausgewählten Ländern qualitative Leitfadeninterviews und Gruppendiskussionen durchführen, um so vergleichbare Ergebnisse zu erhalten, die auch im Zusammenhang mit den quantitativen Daten interpretiert werden können. Sampling, Erhebung und Auswertung werden in allen Ländern nach der gleichen Methode durchgeführt, um die Vergleichbarkeit zu ermöglichen. Diese Ergebnisse werden mit zusätzlichen aktuellen qualitativen Studien aus den Mitgliedsstaaten zu den verschiedensten Aspekten der Online-Risiken und -Chancen von jungen Menschen ergänzt. Ein Fokus dieser ergänzenden Studien liegt zudem auf der Entwicklung neuer und kreativer Forschungsansätze und Methodenkombinationen.

Ein zentraler Teil der Arbeit von EU Kids Online bleibt wie bereits oben erwähnt auch im dritten Projekt die Bereitstellung und die Dissemination der Ergebnisse an alle interessierten Stakeholder. Das Netzwerk wendet sich dabei, wie auch schon in den letzten Jahren, mit verschiedenen Angeboten an unterschiedliche Zielgruppen mit ihren unterschiedlichen Bedürfnissen:

  • Eltern, Kinder und Jugendliche und interessierte Einzelpersonen.
  • Nationale Politik, nationale Safer-Internet-Initiativen und internationale Organisationen wie UNESCO, UNICEF, sowie die Institutionen der Europäischen Union, den Europarat und weitere interessierte Organisationen.
  • Wissenschaftliche Community durch Teilnahme von Netzwerkmitgliedern an Konferenzen und die regelmäßige Publikation von Forschungsergebnissen.
  • Medienvertreterinnen und Medienvertreter
  • Zusätzlich wird das Projekt erstmals auf Social-Networking-Seiten wie Facebook oder auf Angeboten wie Twitter präsent sein, um den direkten Kontakt mit Nutzern sowie Diskussionen und Feedback zu ermöglichen.

Wie in den Jahren zuvor ist das österreichische Team aktiv an der Projektgestaltung und -durchführung beteiligt: Neben der nunmehr stärker in die Tiefe gehenden Analyse des Datensatzes werden insbesondere die von Ingrid Paus-Hasebrink geleitete Studie zur Mediensozialisation sozial benachteiligter Heranwachsender in Österreich sowie ausgewählte Ergebnisse des Dissertationsprojektes von Andrea Dürager zu Kinderfernsehen und Medienrepertoires von Kindern in Österreich in die Forschungsarbeiten des Netzwerks integriert.

 

Literatur

 

EU Kids Online (2010a): Repository of research on children and the Internet in Europe. Online unter: http://www2.lse.ac.uk/media@lse/research/EUKidsOnline/EU%20Kids%20I%20(2006-9)/repository.aspx (22.11.2011).

EU Kids Online (2010b): Best Practice Research Guide. Online unter: http://www2.lse.ac.uk/media@lse/research/EUKidsOnline/BestPracticeGuide/Home.aspx (22.11.2011).

Livingstone, Sonia/ Haddon, Leslie (2009a): EU Kids Online: Final Report. London: LSE. Online unter: http://www2.lse.ac.uk/media@lse/research/EUKidsOnline/EU%20Kids%20I%20(2006-9)/EU%20Kids%20Online%20I%20Reports/EUKidsOnlineFinalReport.pdf (22.11.2011).

Livingstone, Sonia/ Haddon, Leslie (2009b): Kurzversion von EU Kids Online: Abschlussbericht (in deutscher Sprache). London: LSE. Online unter: http://www2.lse.ac.uk/media@lse/research/EUKidsOnline/EU%20Kids%20I%20(2006-9)/EU%20Kids%20Online%20I%20Reports/de_summary.pdf (22.11.2011).

Livingstone, Sonia/ Haddon, Leslie/ Görzig, Anke/ Ólafsson, Kjartan (2011a): EU Kids Online Final Report. September 2011. London: LSE. Online unter: http://www2.lse.ac.uk/media@lse/research/EUKidsOnline/EU%20Kids%20II%20(2009-11)/EUKidsOnlineIIReports/Final%20report.pdf (22.11.2011).

Livingstone, Sonia/ Haddon, Leslie/ Görzig, Anke/ Ólafsson, Kjartan (2011b): Risks and safety on the internet. The perspective of European children. Full findings and policy implications from the EU Kids Online survey of 9-16 year olds and their parents in 25 countries. London: LSE. Online unter: http://www2.lse.ac.uk/media@lse/research/EUKidsOnline/EU%20Kids%20II%20(2009-11)/EUKidsOnlineIIReports/D4FullFindings.pdf (22.11.2011).

Paus-Hasebrink, Ingrid/ Dürager, Andrea (2011): Risiken & Sicherheit im Internet. Befunde einer empirischen Untersuchung zur Onlinenutzung von Kindern und Jugendlichen. Überblick über europäische Ergebnisse. London, Salzburg: LSE. Online unter: http://www2.lse.ac.uk/media@lse/research/EUKidsOnline/EUKidsII%20(2009-11)/EUKidsExecSummary/AustriaExecSum.pdf (22.11.2011).

Paus-Hasebrink, Ingrid/ Rathmoser, Manfred (2007): Kinder, Jugendliche und Internet: Ein europäisches Forschungsprojekt gibt Aufschluss. In: Medienimpulse, H. 60/2007, S. 12-16. Online unter: http://www2.mediamanual.at/themen/medien/60_Paus-Hasebrink-Rathmoser-Kinder_Jugendliche_Interne.pdf (22.11.2011).

Paus-Hasebrink, Ingrid/ Bichler, Michelle (2008): Mediensozialisationsforschung. Theoretische Fundierung und Fallbeispiel sozial benachteiligte Kinder. Innsbruck u.a.: Studienverlag.

Paus-Hasebrink, Ingrid/ Ortner, Christina (2008): Online-Risiken und -Chancen für Kinder und Jugendliche: Österreich im europäischen Vergleich. Bericht zum österreichischen EU Kids Online-Projekt. Online unter: http://www.bka.gv.at/Docs/2008/11/6/kids_online.pdf (22.11.2011).

Paus-Hasebrink, Ingrid/ Dürager, Andrea (2009): Der sichere Umgang mit dem Internet. Österreich im europäischen Vergleich. In: Medienimpulse, H. 1/2009. Online unter: http://www.medienimpulse.at/articles/view/96 (22.11.2011).

UK Data Archive (2011): Our Catalogue. Online unter: http://www.data-archive.ac.uk/find/archive-catalogue (22.11.2011).

1 Stakeholder sind z.B. Politikerinnen und Politiker, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, Pädagoginnen und Pädagogen etc. Das Forschungsnetzwerk arbeitet eng und erfolgreich mit verschiedenen Institutionen und Initiativen sowie Medienvertretern zusammen, um einen Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis zu ermöglichen. Zu einem Überblick über die relevanten Stakeholder des Projekts siehe Kapitel 4 des vorliegenden Beitrags.

2 Die teilnehmenden Länder waren: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Slowenien, Spanien, die Tschechische Republik, das Vereinigte Königreich und Zypern.

3 Bei EU Kids Online II waren folgende Länder in das Netzwerk eingebunden: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowenien, Spanien, die Tschechische Republik, die Türkei, Ungarn, das Vereinigte Königreich und Zypern.

4 Übersetzung aus dem Englischen ins Deutsche durch Sinner und Paus-Hasebrink.

5 Im Detail sind dies Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, die Tschechische Republik, Türkei, Ungarn, das Vereinigte Königreich und Zypern.

 

Zitiervorschlag
Paus-Hasebrink, Ingrid/Prochazka, Fabian/Sinner, Philip/Dürager, Andrea (2012): Werkstattbericht EU Kids Online – Chancen und Risiken im Internet. In: kommunikation.medien, 1. Ausgabe. [journal.kommunikation-medien.at]

 

Kurzbiographien der Autorinnen und Autoren

 

Ingrid Paus-Hasebrink, Univ.-Prof. Dr. M.A., ist Dekanin der Kultur- und Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg und leitet die Abteilung für Audiovisuelle Kommunikation sowie den Kompetenzbereich für Audiovisuelle und Online-Kommunikation am Fachbereich Kommunikationswissenschaft. Aktuell leitet sie ein Forschungsprojekt zur Mediensozialisation sozial benachteiligter Heranwachsender, das als Langzeitstudie mit mehreren Erhebungswellen (2005-2012) angelegt ist, sowie das österreichische EU Kids Online-Team.

 

Fabian Prochazka, Bakk.Komm., ist studentischer Mitarbeiter in der Abteilung für Audiovisuelle Kommunikation der Universität Salzburg und arbeitet als Projektmitarbeiter im Team von EU Kids Online III und der Studie zur Mediensozialisation sozial benachteiligter Heranwachsender. Er ist Masterstudent am Fachbereich Kommunikationswissenschaft der Universität Salzburg. In seiner Masterarbeit beschäftigt er sich mit der Wahrnehmung von Risiken und Chancen im Internet durch Jugendliche.

 

Philip Sinner, Bakk.Komm., ist Studienassistent in der Abteilung für Audiovisuelle Kommunikation und arbeitet als Projektmitarbeiter im Team von EU Kids Online III und der Studie zur Mediensozialisation sozial benachteiligter Heranwachsender. Er ist Masterstudent am Fachbereich Kommunikationswissenschaft der Universität Salzburg; in seiner Masterarbeit befasst er sich mit dem Einsatz von Social Media in der deutschen Bundesliga.

 

MMag. Andrea Dürager (Magister der Kommunikationswissenschaft 2006 sowie der Erziehungswissenschaft 2008), ist Lehrbeauftragte am Fachbereich Kommunikationswissenschaft sowie wissenschaftliche Projektmitarbeiterin in der Abteilung für Audiovisuelle Kommunikation und Inhaberin des Excellentia Dissertationsstipendiums der Universität Salzburg. Das Thema ihrer Dissertation lautet “Kinderfernsehen und was Kinder fernsehen”.

PG

Author's:

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